Kraftplatz Schule
Text
Althea Müller
Ausgabe
06/2026
Während ich das schreibe, neigt sich das letzte Volksschuljahr meiner Tochter dem Ende zu. Hinter uns liegen vier Jahre an – für meine Generation neu gedachtem – Schulalltag, vor mir steht ein selbstbewusster junger Mensch. Und da es bei uns daheim keine blöden Fragen gibt, frage ich mich somit: Wo setzt in dieser Entwicklung denn eigentlich das System Schule aktuell an?
Klassen-Briefkasten, bei herausfordernden Vorkommnissen einberufene Sesselkreise mit ihren Lehrerinnen und allen Kindern – oder gemeinschaftliche Projekte und geteilte Aufgaben: Für meine Zehnjährige ist das normaler Alltag in ihrer Volksschule. In den meisten Fällen will sie gerade bei Streit und sonstigen Krisensituationen mit anderen Kindern schon länger keine oder kaum noch Hilfe von mir. Standard-Aussage: „Danke, aber das schaffe ich schon.“ Ganz ehrlich, oft kommen mir sie und ihre jungen Freund:innen eloquenter im Miteinander – und bei Schwierigkeiten besser reflektierend – als der Großteil meiner Erwachsenen-Bubble (Schreibende, äh, eingeschlossen) vor.
Ein Blick aufs Positive rechnet sich daher. Von der Volksschule bis zur Matura: Wo und wie spielen Schulen heute zeitgemäße Rollen, um unsere Kinder zu stärken – als Individuum und heranwachsende Persönlichkeit genauso wie als Klasse, als Team auf Zeit also?
„An Niederösterreichs Schulen orientiert sich die pädagogische Arbeit an den individuellen Stärken, Bedürfnissen und Potenzialen der Schülerinnen und Schüler“, setzt sich NÖ Bildungsdirektor Karl Fritthum mit dieser Frage auseinander. „Durch differenzierte Unterrichtsformen, kompetenzorientiertes Lernen und die pädagogischen Konzepte der Schulen wird verstärkt auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen eingegangen. Ziel ist es, jedes Kind dort abzuholen, wo es steht, zur Wegbereitung der bestmöglichen Entwicklung.“
Gleichzeitig bleibt die Schulgemeinschaft ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Bildung: „Schulen in Niederösterreich verstehen sich nicht nur als Lernorte, sondern auch als Lebensräume, in denen soziale Kompetenzen, gegenseitiger Respekt und Verantwortung für die Gemeinschaft entwickelt werden“, streicht er heraus.
Da sein, zuhören, Grenzen setzen
„Wenn Neunjährige plötzlich mit Kraftausdrücken aufeinander losgehen oder einander sogar schlagen, sind wir natürlich gefordert“, weiß dazu eine St. Pöltner Volksschul-Lehrerin aus dem Schul-Alltag zu berichten. „Das Optimum ist, dass es gar nicht erst so weit kommt – darum gehören gemeinschaftliche Aktionen, Spiele und Rituale für uns dazu.“ Als Beispiele nennt sie eine Box, in der die Kinder untereinander Dankesbotschaften, aber auch Kritik übermitteln können, begleitet vom Lehrer-Team. „Dazu werden jedes Monat Klassen-Aufgaben wie Blumengießen verlost. Jede Aufgabe wird dann jeweils von zwei bis drei Kindern gemeinsam erfüllt. Sie sollen sich dafür miteinander selbständig organisieren, wir begleiten sie dabei lediglich und achten drauf, dass es fair abgeht. So lernen sie, altersgerecht Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig im Team zu arbeiten.“
Und wenn es doch mal kracht? „An erster Stelle stehen immer Schutz und Sicherheit der Kinder“, verrät die Lehrerin, „danach geht es um Aufarbeitung und die Learnings – warum ist eine Situation so eskaliert?“ Je nach Schwere werden auch Eltern, Schulleitung und weitere Fachkräfte hinzugezogen. Grundsätzlich, so ist die Lehrerin überzeugt, hilft es in jeder schwierigen Situation vor allem, ganz da zu sein, wirklich zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu suchen. Von Strafe hält sie nichts, „Wir setzen auf altersgerechte, klare Gespräche und logische Konsequenzen, die von den Kindern verstanden werden und tatsächlich Veränderungen des Verhaltens und des Umgangs untereinander bringen können.“ Einem Schimpfwort als Klasse auf den Grund zu gehen – quasi wie einen interessanten Fund unterm Mikroskop anzuschauen – und in seine Ursprünge zu zerlegen sowie zusammen herauszufiltern, warum es so verletzend wirkt und was das mit einem Menschen macht – also, das kann echte Wunder wirken. Nachhaltig.
Kommunikation ist alles
Für Thomas Huber, Schulleiter der BHAK und BHAS St. Pölten, wurzelt ein gutes Miteinander an einer Schule dort, wo es auch in jeder anderen Organisation und Firma den Ursprung hat: in der Kommunikation. Und die ist idealerweise wertschätzend. Sowohl Kolleg:innen als auch Schüler:innen dürfen jederzeit das Gefühl haben, Probleme ansprechen zu können – und auch gehört zu werden. Wichtig für die Jugendlichen in diesem Kontext: ein demokratisches Schul-System und die Möglichkeit, Projekte autonom umzusetzen. „Ein Schulsprecher hat z.B. einen Vortrag von einem Unternehmer organisiert, den er selbst akquiriert hat“, erzählt er. „Wir begegnen unseren Schüler:innen wirklich auf Augenhöhe – das ist ein wesentlicher Faktor für eine gelingende Schule.“
Herausforderungen liegen darin, dass schwere psychische Erkrankungen steigen – teilweise als Resultat der überbordenden Mediennutzung, wie Direktor Huber abwägt. Hier beschreiten er und das Lehrer-Team, das er seit seinem Antritt vor sechs Jahren um rund 65 Köpfe aufgestockt hat, nicht den Weg des Verbotes, wie etwa, jemandem das Handy zu verbieten: „In der Oberstufe wäre das lächerlich“, sagt der Vater von drei Kindern, „und ich sehe es nicht als unsere Aufgabe, 14-Jährigen aufwärts zu sagen, du darfst jetzt dein Handy nicht haben.“ Stattdessen werden gemeinsame Strukturen für die Nutzung von Geräten und auch Social Media geschaffen. Cybermobbing ist gerade in dieser Altersgruppe ein Thema. Ein Weg ist, Jugendliche in solchen Situationen klar zu instruieren, welche rechtlichen Konsequenzen etwas haben kann oder hat. Zusätzlich werden Workshops oder Aktionstage angeboten. Schulärztliche, -psychologische und -sozialarbeiterische Kooperationen greifen an der Schule laufend. Ein Mental Health Day etwa bietet eine freie Auswahl an Vorträgen von Stress bis Depression. „Es ist ja auch wichtig für die jungen Menschen, Zusammenhänge zu verstehen“, erklärt er.
Elementares Element: Wertschätzung
Bildungsdirektor Fritthum ist sich sicher: „Eine gelebte Schulkultur, die auf Wertschätzung, Partizipation und gegenseitigem Respekt basiert, trägt wesentlich zu einem positiven Lernumfeld und zum Erfolg der gesamten Schulgemeinschaft bei. Darüber hinaus kommt der Förderung von Medienkompetenz und einem verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien eine immer größere Bedeutung zu, um Kinder und Jugendliche auf die Anforderungen einer digitalen Gesellschaft vorzubereiten. Der Trend geht somit klar in Richtung einer Schule, die Individualität stärkt und gleichzeitig Gemeinschaft erlebbar macht.“
Die Freiheit, die Meinung zu sagen und nach Hilfe fragen zu können sowie die Möglichkeit der Mitgestaltung und ein sicherer Rahmen für selbständiges Handeln – das logge ich gerne als große schulische Aspekte im Puzzle der Stärkung junger Menschen ein. Zusätzlich aus Fachleuten, die im Sinne der Youngsters zusammenarbeiten.
Davon ist auch Gregor Unfried überzeugt. Seit kurzem St. Pöltens Bildungsgemeinderat, hatte er davor sieben Jahre lang die Position des Jugendgemeinderats inne. „Mit 35 und als zweifacher Vater unterscheidet sich meine Lebensrealität mittlerweile sehr von der von Jugendlichen“, erzählt er zum Einstieg über den Wechsel. „Ich bin froh, dass mit Christoph-Lukas Hagenauer und Lisa-Maria Koban Menschen als meine Nachfolger:innen gewählt wurden, die mit vollem Einsatz und Leidenschaft für die Jugendlichen in unserer Stadt da sind.“ In seiner neuen Rolle liegt ihm in einem ersten Schritt der Austausch mit den Bildungsinstitutionen besonders am Herzen – „um ihre Arbeit, aber natürlich auch die Herausforderungen kennenzulernen“, führt er aus. „Bildung ist ja ein weitgefächertes Feld. Es gibt die formale Bildung, wie in den Schulen, die non-formale, wie in der Musikschule – und die informelle Bildung, wie z. B. in der Arbeit, im Sport oder durch Hobbys.“
Dass Schule heute weit mehr als Wissensvermittlung ist, liegt für ihn auf der Hand: „Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihres Lebens in der Schule. Dort lernen sie nicht nur für Prüfungen, sondern auch fürs Leben.“
Inwieweit kann das Konstrukt Schule somit positiv ansetzen? „Das Vermitteln von Kompetenzen ist Kernauftrag von Schulen“, zeigt Gregor auf, „das Erlernen der deutschen Sprache der zentrale Schlüssel für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit – weil Sprache nicht nur Kommunikation ermöglicht, sondern auch Verständnis, Zugehörigkeit und gemeinsame Zukunftsperspektiven schafft.“ Gleichzeitig weiß er aber auch, dass Schule nicht alle gesellschaftlichen Herausforderungen alleine lösen kann: „Pädagog:innen übernehmen heute unglaublich viele Aufgaben – weit über den klassischen Unterricht hinaus. Dafür gebührt ihnen und allen, die in diesem Bereich arbeiten, höchste Anerkennung und ein riesiges Danke. Schule kann unterstützen, begleiten und Chancen eröffnen. Aber sie kann nicht alles auffangen, was gesellschaftlich oder familiär schiefläuft.“ Was es dafür braucht? „Ein starkes Zusammenspiel zwischen Bildungseinrichtungen, Familien, Vereinen, Sozialarbeit, Politik und der Gesellschaft“, streicht somit auch er den wichtigen Faktor von gutem Teamplay heraus. „Unser Ziel sollte sein, Kindern und Jugendlichen nicht nur Wissen zu vermitteln“, fasst er zusammen, „sondern ihnen das Gefühl zu geben: Du wirst gebraucht, du kannst etwas, du bist Teil einer Gemeinschaft. Denn genau daraus entstehen starke Persönlichkeiten – und ein starkes gesellschaftliches Miteinander.“
Netzwerk und Teamwork: Die Liste an schulischen Aspekten für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung und ein gelungenes Miteinander ist wieder gewachsen.
Gewaltfreies Miteinander – freie Emotionen
Kinder zu stärken – dieser Aufgabe widmet sich auch die St. Pöltner Freizeitpädagogin Eva-Maria Kappelmüller. Die Sozialkompetenz der einzelnen Kinder zu fördern, aber auch die Gruppe als Gesamtheit in ihren Bedürfnissen zu sehen, damit letztlich jedes Kind mit all seinen Stärken und Schwächen gesehen, gehört und angenommen wird, sieht sie dabei als eine ihrer Hauptaufgaben. „Das klingt schon in der Theorie etwas herausfordernd und ist im schulischen Alltag oft auch unterschiedlich gut umsetzbar“, erzählt sie. „Ich bin meist ab 10 Uhr in der Klasse mit dabei und sehe bereits am Vormittag, wo es am Nachmittag haken könnte, weil die Konflikte während des Unterrichts natürlich nicht ausgetragen werden können.“
Nimmt Eva-Maria vormittags viel Unruhe und „Zickenkrieg“ wahr, bietet sie den Kindern nachmittags vermehrt Gemeinschaftsprojekte an: „So wähle ich für den Turnsaal Spiele ohne Sieger:innen aus, oder welche, wo sie zusammenarbeiten müssen. Oder ich stelle ihnen eine Aufgabe, die sie nur gemeinsam lösen können.“
Besonders wichtig im Lebensraum Schule ist es ihr, den Kindern den Unterschied zwischen Gewalt und Aggression, Wut und einem Konflikt klarzumachen. „Gewalt ist für mich ein absolutes No-Go, und das erkläre ich den Kindern im Bedarfsfall auch immer sehr strikt und klar. Wut hingegen darf und soll sogar sein, weil alle Gefühle und Emotionen ihre Berechtigung haben und uns etwas Wichtiges mitteilen wollen“, vermittelt sie mir ihren Ansatz. „Wenn wir wütend werden, geht es meistens um ein Bedürfnis, das nicht erfüllt wurde. Das ist im Grunde gut so, denn dann kann ich mir anschauen, was ich brauche. Wichtig dabei ist, den Kindern zu vermitteln: Es ist in Ordnung, wenn du wütend bist. Es ist aber nicht in Ordnung, wenn du dann jemanden verletzt. Ausgrenzung und Mobbing zählen für mich zu Gewalt, weshalb diese in meiner Gruppe absolut keinen Platz finden dürfen.“
Aus Konflikten lernen wir
Konflikte wiederum sind in einer Gruppe der Normalfall, so die Freizeitpädagogin, weil es fast immer zwei oder mehr Parteien gibt, die unterschiedliche Bedürfnisse haben und deshalb eine Konfliktsituation erleben. „Wichtig finde ich hier, den Kindern zu helfen, solche Konflikte wahrzunehmen, auszuhalten und zu tolerieren – oder im Idealfall zu lösen“, sagt sie. „Je nach Alter der Kinder kann man hier sehr gut Themen wie Toleranz und Respekt für andere Sichtweisen einbringen, weil es bei Konflikten ja meist kein ‚richtig‘ und ‚falsch‘ gibt, sondern oft nur verschiedene Bedürfnisse und Sichtweisen.“
Auch die mir von der Schule meiner Tochter bekannten Aktivitäten wie gemeinsame Garten-Arbeit oder der Kreis fürs Miteinander sind Eva-Maria gut bekannt: wie zusammen das Hochbeet im Schulgarten zu betreuen, ein Buch zu lesen oder ein Theaterstück einzustudieren. „Rituale und gemeinsame Aktivitäten wie Meditieren oder Singen im Sitzkreis finde ich wichtig“, nickt sie. „Das muss gar nicht lange dauern, aber hilft dem sozialen Miteinander sehr. Jeden Freitag machen wir einen positiven Wochenabschluss: Gibt es etwas, wofür du dankbar bist? Möchtest du jemanden loben? Die Kinder genießen diesen Abschlusskreis sehr. Daraus entstehen oft berührende und schöne Momente.“
Und wieder habe ich neue Punkte gefunden, wie Schule unsere Kids stärken kann: Klare Grenzen, das Annehmen von Gefühlen, kooperative Spiele und Aufgaben – und gemeinsame Rituale.
Extra-Chancen für Extra-Challenges
Apropos Stärkung: Mit dem „Chancenbonus“ hat die Bundesregierung für 2026 einen neuen Bildungsschwerpunkt aktiviert. Mit dem Ziel, landesweit ausgewählte Schulen mit besonders herausfordernden Rahmenbedingungen zu unterstützen, erhalten diese zusätzliches Personal – von Lehrkräften bis hin zu Schulsozialarbeiter:innen oder für Legasthenie/Dyskalkulie und Psychotherapie.
In Niederösterreich wurden für die neue Maßnahme 27 Schulen ausgewählt, ein Drittel davon mit Standort in St. Pölten, wo der Chancenbonus 2026 an die Volksschulen VS I Kerensstraße, VS II Daniel-Gran-Straße, VS Grillparzerstraße, VS Unterwagramer Straße und Otto Göckel-Volksschule sowie an die Mittelschulen MS Dr. Theodor Körner I, Musik-MS II Johann Gasser Straße, MS Austinstraße und MS Kudlichstraße geht.
Monika Rosenthaler, ihres Zeichens Schulleiterin der Niederösterreichischen Mittelschule Wagram in der Kudlichstraße, empfindet die zusätzlichen personellen Ressourcen als positiv. „Wie sich diese neue Initiative des Bildungsministeriums bei unserem Standort auswirkt, wird die Zukunft zeigen“, ergänzt sie.
Kritik an der Verteilung
„Die Bestrebung, mehr Ressourcen in die Schulen zu bringen, ist grundsätzlich begrüßenswert“, äußert sich dazu auch Niederösterreichs Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und ergänzt: „Schließlich haben sich unsere Pädagog:innen mehr Unterstützung verdient und sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren können: auf unsere Kinder und das Unterrichten. Bildungspolitik ist Zukunftspolitik und braucht Reformen mit Hausverstand, Maß und einer echten Partnerschaft zwischen Bund und Ländern. Gerade beim Chancenbonus entsteht jedoch der Eindruck einer unausgewogenen Verteilung, wenn mehr als die Hälfte der Mittel nach Wien fließt“, gibt sie zu bedenken und erklärt weiter: „Besonders bei bundesweiten Bildungsmaßnahmen braucht es Transparenz, Fairness und nachvollziehbare Kriterien, damit sich alle Regionen gleichermaßen berücksichtigt fühlen. Entscheidend ist, dass Reformen im Bildungsbereich ganz Österreich im Blick haben – und nicht einzelne Standorte bevorzugen.“ Um es in Zahlen auszudrücken: In Wien werden 227 Schulen mit Ressourcen ausgestattet (46,14 % aller Schulen in Wien), während es etwa in Niederösterreich nur 27 sind (2,61 % aller niederösterreichischen Schulen).
„Der Chancenbonus als Programm, das Schulen mit besonderen Herausforderungen durch zusätzliches Personal unterstützen soll, ist grundsätzlich positiv zu bewerten“, äußert sich Bildungsdirektor Fritthum ähnlich, „Zusätzliche Personalressourcen sind natürlich hilfreich – gerade in Schulen, die eine schwierigere Ausganssituation haben. Daher würde ich mir wünschen, dass künftig auch eine größere Anzahl von Schulen in NÖ die Möglichkeit haben, zusätzliche Ressourcen zu nutzen und unterstützendes Personal zu lukrieren.“
„Begrüßenswert“ findet den Chancenbonus auch der St. Pöltner Bildungsgemeinderat. Um den Herausforderungen in den Schulen gerecht zu werden, wären aber laut Gregor Unfried mittelfristig weitere und höhere Investitionen entlang der neuen Maßnahme nötig, um die Grundkompetenzen abzusichern. „Wichtig ist es in Zukunft, dass die Stadt als Schul-Erhalter von Anfang an miteingebunden wird – und dass auch die Polytechnischen Schulen bedacht werden“, unterstreicht er.
Meine Recherche schließe ich mit den finalen Aspekten Chancen und Fairness ab. Das sind in Summe wirklich viele Punkte auf der To-Do-Liste der Institution Schule – eines gesellschaftlichen und dabei denkbar lebendigen Konstrukts, das maßgeblich dazu beitragen kann, wie sich unsere Kinder zu starken und sozialen Erwachsenen entwickeln. Zum Glück ist das österreichische Bildungssystem so lernfähig.
PS: Mehr Original-Aussagen von Lehrer:innen – also den (neben unseren Kindern) ausdrücklichen Held:innen und „Basis-Arbeiter:innen“ in dem Ganzen – zu erhalten, war übrigens nicht möglich, da mediale Outputs über die Bildungsdirektion gespielt werden müssen.











