MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Facebook Twitter

Where were you?

Text Thomas Winkelmüller Ausgabe 09/2019

Vermutlich waren Sie an diesem Montag im Bett. Der Ort, an dem sich Menschen zwei Stunden nach Mitternacht für gewöhnlich aufhalten, wenn sie nicht an akuter Insomnie leiden. Vier Menschen aber waren in Wagram unterwegs. Sie zündeten in dieser Nacht die FPÖ-Landesgeschäftsstelle an und machten der FPÖ Platz frei für die Opferrolle und viel Spekulation über Täter und Auftraggeber. Spätestens seit Ibiza darf eine Prise Verschwörungstheorie in FPÖ-Geschichten ja nicht fehlen. Am 12. August war die FPÖ wirklich Opfer, aber die Rolle gefällt einfach einen Deut zu gut.
Trotzdem muss aufgeklärt werden, wer hinter dem hauseigenen 9/11 steckt. Laut Videoaufnahmen sollen es vier junge Männer gewesen sein. „Warscheindlich Studenten die zum Lernen zu Blöd sind ,aber zum Flaschen werfen haben sie noch genug Hirn ,!!!! Armes Studenten Volk !!!“, vermutet jemand unter einem Facebook-Post der FPÖ St. Pölten. Doch so ganz stimmt das nicht. Einer der Täter war tatsächlich selbst zum Flaschen werfen zu blöd. Traut man den Videoaufnahmen der Freiheitlichen, steckte sich einer der Attentäter während der Geschehnisse selbst in Brand. So ungeschickt können eigentlich wirklich nur Studenten sein.
Mittlerweile steht ein anderes Täterprofil im Raum. FPÖ-Landesparteichef Udo Landbauer erklärte, dass es sich laut Medienberichten „um einen subsidiär Schutzberechtigten handelt“. Bestätigt ist das noch nicht. Wo sich die FPÖ jedenfalls jetzt schon sicher ist, ganz gleich ob Student oder Ausländer: Mit einem Innenminister Herbert Kickl wäre das nie passiert!