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IBIZ ... UFF!

Text Roul Starka Ausgabe 05/2019

Es hieß, wir werden uns noch wundern, was alles geht. Nun haben wir gesehen und gehört, was alles geht. Jetzt könnte ich meine Kolumne mit Wortwitzen und Gehässigkeiten zupflastern. Das macht uns lachen, ändert aber nichts am Krebsgeschwür. Im Gegenteil, die angsterfüllten Menschen wandern weiter zur Angst, zum Rechtspopulismus, und der Krebs wird größer und größer. Nicht die Symp­tome, das Geschwür müssen wir behandeln.
Wir müssen diese zitternden Kinder, die ihre Angst nicht anders als mit ihrem blauäugigen Kreuzerl bei Wahlen manifestieren können, an der Hand nehmen und mit ihnen in unseren Sonnenpark gehen. In den Sonnenpark am Spratzerner Kirchenweg und in den Sonnenpark unserer Herzen. Bei den täglichen Diskussionen am Arbeitsplatz, am Rathausplatz, unter den blühenden Kastanienbäumen der Handel-Mazzetti-Straße, an unseren Seen. Das Wasser der Geduld muss spritzen im City-Splash.
Bitte nicht von oben herab hämisch grinsen, sondern an der Hand nehmen und bei einem kühlenden Eis reden und reden lassen! Angst hat keine Chance gegen Pistazien-Haselnuss. Erdbeer-Zitrone verzeiht alles und öffnet den ursprünglichen Glauben an die Liebe und an die Menschheit.
Das Gleiche gilt natürlich für unsere sozialen Medien. Ich weiß, es ist jetzt so verlockend, wild um sich zu stampfen und zu dröhnen. Doch müssen wir unsere Meinungsblasen aufstechen, unsere verlorenen Kinder wieder einfangen, sie mitspielen und mitreden (!) lassen. Ein glücklicher Mensch kann nicht rechts wählen, das geht physikalisch nicht.