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St. Pöltens gute Seite

Ausgezeichnet

Ausgabe 11/2025
Der Prandtauerpreis ist die höchste Auszeichnung der Stadt für Wissenschaft und Kultur, der in der Regel für ein (Lebens)Werk vergeben wird. Heuer wurde er im Kulturbereich NÖKU Boss Paul Gessl sowie der künstlerischen Leiterin des KinderKunstLabors Mona Jas zuerkannt. Paul Gessl hat seit 2000 die St. Pöltner Kulturlandschaft mitgeprägt – nicht immer unumstritten, wenn man etwa an die Absiedlung der Kunstsektion des Landesmuseums nach Krems denkt, aber definitiv immer nachhaltig. Landestheater, Festspielhaus, Bühne im Hof und Museum Niederösterreich avancierten zu Fixgrößen der Kulturlandschaft, zuletzt wurde – ebenfalls heiß diskutiert – das Festival „Tangente“ umgesetzt. Weniger nachvollziehbar wurde in der Szene die Auszeichnung von Mona Jas aufgenommen. Nicht etwa, weil sie schlechte Arbeit leisten würde, sondern weil sie erst seit 2021 in St. Pölten aktiv ist, das KinderKunstLabor gerade einmal eineinhalb Jahre geöffnet hat – zu früh, um über Erfolg oder Misserfolg urteilen zu können. Viele vermuten daher eher politisches Kalkül: Das millionenschwere KiKuLa MUSS ein Erfolg sein, die Auszeichnung suggeriert diesen.