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Schmidi für SKN mehr als nur Maskottchen Lupo

Text Thomas Schöpf Ausgabe 11/2017

Harald „Schmidi“ Schmid verkörpert für den SKN St. Pölten den Lupo. Von seiner Leidenschaft können sich viele eine Scheibe abschneiden. Und er ist felsenfest vom Klassenerhalt überzeugt, obwohl manche jetzt noch „volle Hosen haben“.

Nach dem Abgang von Kassier Christian Walter ist Harald Schmid (45) – alias Lupo – der längstdienende St. Pöltner „Offizielle“ beim SKN. Seit 2011 gehört er zum Wolfsrudel. „Mein bester Transfer“, verkündete der ehemalige Sportdirektor Christoph Brunnauer einmal in einer launigen Rede bei der SKN Weihnachtsfeier, „weil er mit soviel Herzblut und Leidenschaft Maskottchen ist.“ Der „Schmidi“, wie ihn alle nennen, ist gefühlt auch der geschäftigste SKNler. Als Zeugwart der Juniors ist er beim Nachwuchs quasi immer vor Ort. Dazu kommen noch die Termine als Wolf bei den Kampfmannschafts-Spielen und als Maskottchen Speedy bei Rapid. Eine 7-Tage-Woche! „Der SKN hat aber Vorrang“, hält er gleich fest. Einmal kam es tatsächlich zur Termin-Kollision. Da zog Rapid den Kürzeren. Bei den direkten Duellen in Hütteldorf zieht er das Speedy-Kostüm aus Respekt vor den SKN-Spielern mit dem Anpfiff aus („Ich habe alle gleich gern.“) und nimmt in zivil auf der Tribüne Platz.
Zur tristen sportlichen Situation der Kampfmannschaft hat er eine klare Meinung: „Es ist eine Kopfsache. Da kann der Ollie (Trainer Lederer, Anm.) noch so super Übungen machen, wenn die dann einfach das Tor nicht treffen. Man muss schon sagen, sie haben die Hos’n einfach voll. Aber das kann sich schnell ändern.“ Schmidi glaubt an den direkten Klassenerhalt. „Es ist noch genug Zeit. Ein paar Siege und dann läuft’s sofort wieder.“
Bei den Juniors ist ihm klar, dass es vorrangig darum geht, Talente weiter rauf zu bringen. „Der Ahmed Muhamedbegovic und der Husein Balic haben es schon geschafft. Burak Yilmaz hat zwar zuletzt einen Blödsinn zusammengespielt, das weiß er eh selber auch, aber sonst ist er auf dem besten Weg. Und der Aleksander Vucenovic muss es auch schaffen.“
Zum Abschluss des Gesprächs wollen wir noch wissen, ob er schon Probleme wegen des Vermummungsverbots hatte? „Ah geh, überhaupt nicht. Die wissen ja von da bis Texas, wer in dem Kostüm drinnen steckt.“ Manchmal fotografieren ihn die Polizisten zwar schon, aber nur für private Selfies: „Da haben wir einfach nur Spaß miteinander.“