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St. Pöltens gute Seite

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Kulturhauptsache 2024

Text Dominik Leitner Ausgabe 09/2018

Wenn man die Arbeit für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2024 mitverfolgt, hat man das Gefühl, die Landeshauptstadt aus dem kulturellen Winterschlaf erwachen zu sehen. Eine lebendige Kulturszene gab es in St. Pölten schon immer, doch erst die Bewerbung sorgt dafür, dass es auch von Seiten der Politik ein deutliches Bekenntnis zur Kultur gibt.
Dabei hat St. Pölten ungeahntes Potential. Die Stadt, die wohl am häufigsten mit „Ja, da bin ich bislang nur mit dem Zug durchgefahren“ kommentiert wird, ist für viele noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Hier könnte man mit einem kulturellen Paukenschlag für Aufsehen sorgen.
Nachdem die Hoteliers im ersten Halbjahr 2018 über einen neuen Nächtigungsrekord jubeln, sollte sich die Stadt der Aufgabe bewusst sein, diese Touristen mit einem kulturellen Angebot bei Laune zu halten. Da würde sich die in der NDU Summer School als Idee eingebrachte „Touristen-App“ sehr gut anbieten.  
Denn darin könnte man für alle (und nicht nur für die Besucher der Stadt) einen Sammelpunkt für alle kulturellen Veranstaltungen, ob Konzerte, Vernissagen, Theateraufführungen, Lesungen,  Tanz, schaffen – und dabei auch den kleinen Gruppen abseits der Hochkultur des Festspielhauses etwas Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Denn wer erst einmal richtig in die Kulturwelt St. Pöltens eingetaucht ist, weiß, welches großartige Angebot es in der Stadt bereits heute gibt. Es bleibt also nur zu hoffen, dass das Bekenntnis zur Kultur bestehen bleibt – egal wie die Kulturhauptstadt-Entscheidung schluss­endlich ausgehen wird.