MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

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In was für einer Stadt leben wir eigentlich...

Text Johannes Reichl Ausgabe 09/2017

… in der St. Pölten am Weg zur „Tesla-Town“ ist, zumindest was das Ladeangebot des kalifornischen Elektromobilitätspioniers betrifft. So wurden vor kurzem beim City Hotel acht sogenannte TESLA-Supercharger installiert, womit man etwa die Bundeshauptstadt Wien im Vergleich alt aussehen lässt. Damit können TESLA-Fahrer ihr Gefährt innerhalb einer halben Stunde um bis zu 270 km Reichweite aufladen. Die Zeit verbringt man derweil gemütlich bei einer guten Tasse Kaffee, bei einem guten Essen oder man bleibt – so man St. Pölten auf einer längeren Reise als Zwischenstopp eingeplant hat, überhaupt gleich über Nacht. Insgesamt kurven auf Niederösterreichs Straßen aktuell etwa 3.500 E-Autos herum, Tendenz steigends. Das Land fördert den Umstieg auf E-Autos mit einer „blau-gelben Pionierprämie“ mit bis zu 5.000 Euro. Manche Städte, wie z. B. Krems, bieten zudem Gratisparken an!


 

… in der das Fußballmärchen der ÖFB-Damen auch einen gar nicht so kleinen, aber feinen St. Pölten Anstrich hat. Immerhin gingen eine Reihe der erfolgreichen ÖFB-Spielerinnen durch die „Hände“ des „Nationalen Zentrums Frauenfußball“, das in  der nö. Hauptstadt situiert ist. Hier bekommen talentierte Mädchen im Alter zwischen 14-19 Jahren nicht nur eine ordentliche Schulausbildung, sondern eben auch den Feinschliff für eine Fußballkarriere .Dass St. Pölten zudem auf Mannschaftsebene mit dem SKN St. Pölten seit einigen Jahren DIE Topadresse im österreichischen Frauenfußball ist, komplettiert das Bild. Die EM-Euphorie lässt jedenfalls hoffen, dass damit endgültig das altbackene Klischee vom Fußball als reiner Männersport passé ist. Also Mädls, ran an den Ball! Und liebe Fußball-Fans – lasst euch gefälligst auch bei den Damenspielen blicken: Spieltermine findet ihr hier: www.skn-frauen.at!


 

… in der dem Präsidenten des Landesgerichts St. Pölten, Franz Cutka, das sprichwörtliche Häferl übergeht, wenn er an zwei „neue“ Bezirksgerichte seines Sprengels denkt. Schon 2012 wollte die Politik kleine Bezirksgerichte mit größeren Gerichten zusammenlegen, denn: Kleinstgerichte seien wenig effizient. Haag und Waidhofen an der Ybbs wurden zu „Nebenstellen“ des Bezirksgerichts Amstetten. Seither fuhren Akten täglich mit dem Taxi hin und her, teure Umbaupläne wurden beauftragt, dann wieder verworfen – bis Ende 2016 „quasi als Geschenk“ vor einer Gemeinderatswahl die Bezirksgerichte doch wieder „vollständig“ zum Leben erweckt wurden. In Folge: neue Personalbesetzungen und Pläne, die veralteten Gebäude aufwändig zu renovieren. Gewonnen sind zwei Kleinstgerichte mit 1,5 bzw. 2 Richterkapazitäten. Cutka fragt: „Moderne, sparsame Verwaltung?“ Wir denken, wohl eher nicht.