Sparefroh & Co
Ausgabe 06/2026
Mit dem Rechnungsabschluss 2025 zeigt man sich im St. Pöltner Rathaus zufrieden. Bekanntlich steht es schlecht um die Stadtfinanzen, aber damit ist man in guter Gesellschaft. Rund die Hälfte der Gemeinden kann nicht ausgeglichen bilanzieren, vom Bund und den Ländern erwartet das sowieso niemand mehr. Der Rechnungsabschluss weist Erträge von 270 und Aufwendungen von 261 Millionen aus – und somit einen positiven Abschluss, „den man trotz steigender Landesumlagen aus eigener Kraft geschafft habe“, wie Bürgermeister Matthias Stadler glücklich festhält. Der 2024 gestartete Konsolidierungsprozess brachte über 280 verwaltungsinterne Sparmaßnahmen, jährlich wurden elf Millionen eingespart, vorrangig bei Personalkosten und Sachaufwand. „Von den Ertragsanteilen blieben nach Abzug der Umlagen weniger als 40 Prozent zur Finanzierung der kommunalen Aufgaben übrig“, weist Finanzchef Thomas Wolfsberger auf ein Grundproblem hin. Die Sparanstrengungen will die Stadt fortsetzen, zugleich aber nachhaltig in Infrastruktur investieren. Der Schuldenstand stieg zwar auf 176 Millionen, jedoch reduziert sich dieser 2027 nach Rückzahlung eines endfälligen Kredits schlagartig um 52 Millionen. Das städtische Vermögen beträgt rund 600 Millionen Euro.



