MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

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Stadt-Leben

Text Beate Steiner Ausgabe 06/2014

Diese Stimmung! Das hat die City noch nicht gesehen. So viele bestens gelaunte Stadtbesucher und –bewohner, die sich durch die Fußgängerzone wuzeln. Kein Sitzplatz frei in den Schanigärten der Cafés, Bars, Restaurants. Saftig-rote Erdbeeren, grüner und weißer Spargel, knackiger Salat und bunte Blumen von den Marktstandln auf dem Domplatz finden reißenden Absatz, und natürlich auch die neuesten und heißesten Informationen und Gerüchte. Die Bäckerei am Herrenplatz ist schon fast ausverkauft. Das alles an einem normalen sonnigen Samstagvormittag. Eigentlich an einem fast normalen, weil durch zahlreiche Feste, Events, Veranstaltungen aufgepeppten Samstag: Ironmänner und Ironfrauen aus nah und fern erkunden vor dem sonntägigen Triathlon die barocke Innenstadt von St. Pölten, am Rosenmarkt auf dem Rathausplatz gibt’s nicht nur Blumenschönheiten, sondern im Hochzeitszelt auch Tipps für den schönsten Tag des Jahres. Und rundum tummeln sich mit Kameras bewaffnete Fotomarathon-Teilnehmer auf der Suche nach Motiven. Eines baut sich direkt vor den Linsen auf: Jakob Prandtauer alias „Harlekin“ Werner Sandhacker führt als barocker Baumeister über die belebten Plätze, Gassen, Straßen der Altstadt. In der zum Beispiel mit dem Rad kein Durchkommen ist – zu viele Fußgänger vor Ort. Wie die wohl alle hierher gekommen sind? Hab ich schon erwähnt, dass die fröhlich die Innenstadt genießenden Menschen nicht am Domplatz geparkt haben? Weil das gar nicht möglich war – statt der starr-stumm-stehenden Vierradler sind dort nämlich Zweihaxler herumgeschwirrt. Und trotzdem waren in der Metropol-Garage an diesem Samstag Vormittag jede Menge Stellplätze frei. Sagt da noch einer, dass „wir“ den Domplatz als Parkplatz brauchen, weil sonst die City stirbt?