MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

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Die "Alten" verlassen die Stadt

Ausgabe 03/2020

Es ist wohl ein Trend unserer Zeit, der St. Pöltens Innenstadt gerade verändert: Kleine individuelle und wirtschaftlich erfolgreiche Geschäfte, die das Bild der City jahrzehntelang geprägt haben, verschwinden aus dem Stadtbild. Blumen Hasslmayer am Riemerplatz hat nach 50 Jahren die Rollbalken runtergelassen. Gabi Pfoser verließ ihre „Wohnkultur“, die seit 65 Jahren Anlaufstelle für Koch-Afficionados und Liebhaber schöner Accessoires war. Mohammad Houshmand verkauft nur mehr bis Ende des Jahres seine edlen Teppiche in der Schreinergasse. Und Toni Figl sperrt Mitte des Jahres sein Antiquitätengeschäft zu. Damit verlässt der letzte „alte Schreinergassen-Kaufmann“ die „feine Gasse“. Sie alle sind pensionsreif und haben keine Nachfolger gefunden.  „Das liegt am Zeitgeist“,  meint Gabi Pfoser. „Einerseits hat sich das Kaufverhalten der Kunden verändert. Andererseits musst du für so ein Unternehmen leben, darfst nicht die Arbeitsstunden zählen – und wer will das noch?“