MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Facebook Twitter

Dekathlon: Die Härtesten unter der Sonne

Text Ruth Riel Ausgabe 12/2011

Juli 2010, Minigolf-Platz Wilhelmsburg, ein paar Sommerspritzer. Vier ehrgeizige junge Männer sitzen an einem Tisch und diskutieren angeregt über die verschiedensten Sportarten. Jeder hat so seine Stärken, aber wer ist wohl der beste Allrounder? Über die Entstehung des Dekathlon.

Die Stimmung schaukelt sich hoch, so dass man schließlich einen Entschluss fasst: Man möchte jeden Monat eine Disziplin durchführen, um den besten sportlichen Allrounder zu eruieren – der Dekathlon, der etwas andere 10-Kampf, war geboren! Welche Kreise dies ziehen würde, konnten die Jungs damals noch gar nicht abschätzen! Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Idee, immer mehr Leute wollten mitmachen. Sogar ein Hauptsponsor klopfte an. „Unseren Grundgedanken eines sportlichen Wettkampfes, der auf Leistungsdruck basiert, konnten wir so nicht mehr umsetzen“, erklärt Walter Riel vom Organisationsteam. Die Sache war sozusagen zu breit geworden. „Wir wollten jetzt den gesellschaftlichen Wert in den Vordergrund rücken und jedem die Möglichkeit geben, teilzunehmen – und auch gewinnen zu können. Ein Wettbewerb ohne Leistung? Mitnichten, aber einer, in der die Leistung anders definiert wird.

Dekathlon – the Social Network
Bestes Beispiel hierfür war die erste Disziplin, ein Ski- bzw. Snowboardriesentorlauf. So galt es nicht die schnellste Zeit ins Ziel zu bringen, sondern die zwei gleichmäßigsten Durchgänge! Ein Konzept, das zog. „Wir hatten innerhalb kürzester Zeit 60 Anmeldungen“, erinnert sich Riel. Das große Teilnehmerfeld stellte das junge Organisationsteam allerdings auch vor organisatorische Probleme:  Etwa - wer haftet? „Über solche Sachen hatten wir uns anfangs ja kaum Gedanken gemacht, weil wir dachten, es bleibt eine Wette zwischen Freunden.“ Der sporterprobte Sponsor stand schließlich mit Rat und Tat zur Seite, bereits die erste Veranstaltung wurde professionell abgewickelt – mit dem Ergebnis, dass der Ansturm auf die weiteren nicht ausblieb. Beim Schnapsen, Uphill-Wandern, Stockschießen, Boccia, Minigolf, Laufen und Luftmatratzenschwimmen konnte man bis jetzt über 100 Personen in der Gesamtwertung zählen!

Für den guten Zweck
Wichtig ist den Organisatoren auch der gesellschaftliche und soziale Faktor! So werden nicht nur die Kooperationsvereine vorgestellt, sondern man wird  auch die eingesammelten freiwilligen Spenden zu 100 % an ein bedürftiges Kind in Wilhelmsburg weitergeben!
Die Vorfreude auf die noch ausstehenden Bewerbe ist jedenfalls groß – auch auf das kommende Jahr, denn trotz dem enormen organisatorischen Aufwand wollen die Veranstalter auch 2012 wieder auf die Suche nach den Härtesten unter der Wilhelmsburger Sonne gehen!