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St. Pöltens gute Seite

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18 Jahre sind genug!

Text Dominik Leitner Ausgabe 03/2016

Zum sechsten Mal in Folge wurde Wien in der alljährlichen Mercer-Studie als lebenswerteste Stadt der Welt bezeichnet. Zum 18. Mal (also seit Bestehen dieser Studie) tauchte St. Pölten aber auch in diesem Jahr nicht in der Liste auf. Kann man nun also davon ausgehen, dass selbst Bagdad (Platz 230 von 230) lebenswerter als die niederösterreichische Landeshauptstadt ist? Von wegen!
Wahrscheinlich scheitert St. Pölten schon alleine daran, dass bei dieser Erhebung „Expatriate“, also Fachkräfte von internationalen Unternehmen, die für eine bestimmte Zeit in fremden Ländern aktiv sind, befragt wurden. Es scheint also, dass der Stadt von den Global Business Leaders (noch) nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es kann aber auch sein, und das wäre sehr traurig, dass die Größe eben doch wichtig ist: Das Institut Mercer macht sich nämlich auf die Suche nach Großstädten.
Dabei kann St. Pölten gerade aufgrund seiner relativ geringen Größe und v.a. wegen seiner Weitläufigkeit punkten. Schon mal versucht, in Wien den Horizont zu erblicken? Eben. 1:0 für St. Pölten auf der Lebenswertskala. Oder in Zürich nachts den Heimweg nicht am Gehsteig, sondern mitten auf der Straße zu absolvieren? In der Schweizer Großstadt unmöglich, in St. Pölten dank fehlenden Verkehrs kaum gefährlich.  
Und selbst vor der größten (irrationalen) Angst, jener vor Terrorismus, ist man in St. Pölten völlig sicher. Laut der Satirezeitung „Tagespresse“ erwägt sogar Hotelerbin Paris Hilton, ihren Vornamen auf St. Pölten zu ändern, um nicht Ziel eines Terrorangriffs zu werden. Einer Aufnahme der Landeshauptstadt in die Mercer-Umfrage sollte daher nichts mehr im Wege stehen. Und selbst wenn wir Wien nicht vom Thron stoßen werden … vor Badgad sollte St. Pölten definitiv landen.