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St. Pöltens gute Seite

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St. Pölten wird zum Rallye-Nabel Europas

Text Thomas Schöpf Ausgabe 06/2016

St. Pölten und Grafenegg werden im November dank der Waldviertel Rallye zum Hot Spot der europäischen Rallye-Elite.

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr macht die Waldviertel Rallye heuer erneut in St. Pölten Station. In ihrer 36. Auflage erfährt sie eine noch nie dagewesene internationale Aufwertung. Dank hervorragender Benotungen in den vergangenen Jahren – v.a. in punkto Sicherheit und Organisation – hat die „Fédération Internationale de l’Automobile“ (FIA) die Waldviertel Rallye zum „Final Event“ der neu geschaffenen „European Rallye Trophy“ erkoren. „Neben den Bewertungen war auch unser später Termin hilfreich“, bleibt Organisationsleiter Helmut Schöpf bescheiden, „der Umzug nach St. Pölten war vielleicht der letzte Mosaikstein, da wir hier beste TV-Übertragungen bieten können.“Europa ist von der FIA nun in mehrere Rallye-Zonen wie z.B. Balkan, Zentraleuropa, Skandinavien oder Iberien unterteilt. Die besten Fahrer aller Regionen ermitteln beim Finale in St. Pölten (18. November) und Grafenegg (19. November) ihre Gesamtsieger. „Es kann also durchaus passieren, dass beispielsweise Raimund Baumschlager hier noch um den österreichischen Meistertitel fährt und plötzlich mehrere internationale Topfahrer als Gegner hat“, freut sich Schöpf. Er tüftelt jetzt gerade daran, die Strecke im VAZ zu optimieren: „Mit 46 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit waren wir definitiv zu langsam. Auf 60 km/h sollten wir mindestens kommen.“ Außerdem möchte Schöpf den Zuschauern mittels Tribünen bessere Einsicht auf die Strecke ermöglichen. Ferner gilt es die besten Fahrer komprimiert für die TV-Liveübertragung auf die Strecke zu bringen. Insgesamt werden an den beiden Tagen in zwölf Etappen 160 Sonderprüfungskilometer absolviert. Am Ende gibt es wie immer einen österreichischen Rallye-Meister und erstmals auch einen europäischen Champion.