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Schlof guad

Text Tina Reichl Ausgabe 02/2018

Es gibt Katzenmenschen und es gibt Hundemenschen. Dazwischen gibt es nichts. Das ist wie mit Red Bull, entweder man liebt es oder man kann nicht einmal den Atem riechen von jemandem, der gerade einen Schluck getrunken hat. Ich bin ein Red Bull- und ein Katzenmensch. Ich habe nie verstanden, wie man so blöd sein kann, sich einen Hund anzuschaffen. Bis auf diesen Moment letzte Woche, als ich vom Tod der geliebten Hündin meiner Freundin Uschi erfahren habe, und sie mir den Abschiedsbrief ihrer Teenager-Tochter an den treuen Vierbeiner geschickt hat. Jetzt verstehe ich! Danke Hannah!
„I was, dass du mi hean kausd, es is so leise und leer, owa i was, dass du auf uns owe schaust. Jedn Tog, a waun a nu so Scheiße woa, woa perfekt, soboid i di gseng hob. Woun du mi augschaut hosd und great hosd vor Freid, is jedesmoi de Sun in meim Herz aufgaunga. Jedes moi, waunst ohne reden ois erste gmerkt hosd, das wos ned stimmt mit mir, jede Nocht, dest bei mir gschlofn hosd und ma in gaunzn Plotz weggnumma host, weusd afoch so a Prinzessin bist, jedes moi, waun ma gsogt hod: ´Kumm, Georgia! Gemma spaziern!´, hosd dreigschaut, wia waunst im Lotto gwunna häsd. I kunnt nu tausend Sochn aufzöhn und warad imma nu ned fertig. Es gibt kane Wörter fia des, wos du fia mi bist und immer fia mi sei wirst. Und i was, dass du grod neben mir sitzt und immer weida zu mir ruckst. Danke, dass du mi 8 Joah laung begleitet hosd. Mei Puppi, mei Weiwi, mei Mentschi, mei Schatzi, mei Baby, mei Georgia. I lieb di unendlich. I vermiss di unendlich. Schlof guad mei klane, perfekte Wöd.“