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Im Reich der guten Fee

Text Johannes Reichl Ausgabe 03/2017

Ein bisschen kommt man sich vor, als würde man das Reich der guten Fee betreten. Während mir draußen der kalte Jännerwind bei minus elf Grad um die Ohren pfeift, empfängt mich in Marina Wattecks Wohnung behagliche Gemütlichkeit und eine Wärme, die nicht etwa aus den Heizungsrohren kommt, sondern dem Wesen der Gastgeberin sowie ihren Manifestationen entspringt.

Gedämpftes, flackerndes Kerzenlicht, sanfte Farbtöne, rote schwere Teppiche, schön drapierte Obst- und Konfektschalen, verschnörkelte Kommoden, thron­artige Fauteuils, in die man sich „vertiefen“ kann, über Bilder, und Bücher… ja, hier lässt es sich aushalten, und man kann nachvollziehen, wenn ORF-Lady Marina Watteck von ihrem „Refugium“ spricht, „wo man ganz für sich sein kann. Solche Räume braucht jeder Mensch – da bin ich in gewisser Weise ein Fan der Verweigerung. Ich lasse die Welt einfach draußen.“ Nach einem hektischen Arbeitstag im Funkhaus voll Dauerbeschallung, Kommunikation und Informationsflut kann es dann auch schon mal vorkommen, dass sie ebenso das Handy verschmäht „aber nicht aus Antipathie gegen den Anrufer, sondern einfach weil ich quasi ‚ausgeredet‘ bin.“ In solchen Momenten möchte Watteck einfach nur Ruhe, genießt eine Tasse Englischen Tee oder vielleicht ein Gläschen Champagner, der immer im Kühlschrank steht, blättert in einem der Bücher oder widmet sich ihren Mitbewohnern, die auf verträumte Namen wie Mimibelle, Bröselito oder Pipistrello hören. „Katzen sind ja gute Erzieher – sie zwingen dich regelrecht zur Ruhe, weil sie Hektik, laute Geräusche verabscheuen.“

Promi der Promitime

Für einen Moment erwische ich mich bei dem abstrusen Gedanken, dass es sich bei den Vierbeinern vielleicht um verzauberte Personen handeln könnte, zumal sie einen sehr „menschlichen“  Gestus – Mimibelle beklagt sich etwa laut mauzend, dass ich offensichtlich ihren Lieblingsplatz eingenommen habe – an den Tag legen. Womit wir wieder bei der guten Fee wären, und das Bild ist ja wirklich stimmig – Marina Wattecks Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft, ihr „Zaubern“ eines angenehmen Umfeldes, sind legendär! Gerade dieser ganz besonderen ist es zu verdanken, dass in mittlerweile rund 3.400 Folgen von Promitime auf ORF Niederösterreich so gut wie alles, was Rang und Namen hat, im Studio zu Gast war. „Nur Peter Alexander konnten wir leider nicht mehr begrüßen“, trauert sie um den bereits verstorbenen Publikumsliebling. Andere „Helden ihrer Kindheit“ konnte sie hingegen vors Mikro bringen, wenn es bisweilen auch einer gewissen Hartnäckigkeit, „nie aber Läs­tigkeit“ bedurfte. „Gert Voss etwa habe ich fünf Jahre lang versucht, für die Sendung zu gewinnen, bei Felix Mitterer waren es sogar sieben!“ Irgendwann hat es dann aber doch geklappt, im Falle von Mitterer etwa, als er nach Niederösterreich zog, wovon Watteck dank ihres guten Netzwerks bereits früh Wind bekam.
Womit wir bei einem weiteren Ass im Ärmel der ORF-Moderatorin sind. Liebenswürdigkeit allein würde nämlich nicht ausreichen, Watteck ist schlicht auch eine sehr gute Journalistin, die penibel recherchiert und noch das hochhält, was man gemeinhin als Seriosität bezeichnet. „Ich achte die Privatsphäre unserer Gäste, und das wissen sie auch.“ In ihrer Sendung wird niemand zum Seelenstriptease gezwungen oder vorgeführt, die Promis fühlen sich wohl und geschützt  … und geben gerade deshalb oft sehr viel mehr preis als bei anderen Talkmastern. Das ist auch ein Ergebnis vertrauensbildender Maßnahmen, die Watteck in der Regel schon im Vorfeld der Sendung in der ORF Kantine ergreift, die sie augenzwinkernd „Beichtstuhl“ nennt, „weil alles, was hier besprochen wird, auch hier bleibt!“
Letztlich gehe es darum, sich auf das Gegenüber einzulassen. „Die Basis jeden Vertrauensverhältnisses ist doch, dass man sich einander aufrichtig zuwendet, dem anderen mit Respekt und Höflichkeit begegnet.“ Für Watteck ist dieses Prinzip nicht nur in der Arbeit gültig – wo sie im Übrigen nicht nur die Superstars interessieren, sondern „schlicht Menschen, die mich durch das, was sie tun, beeindrucken“ – sondern allgemeiner Lebensvollzug. Sie hält es diesbezüglich mit einem Filmzitat aus Billy Wilders „The Appartement“: „‘Try to be a Mensch!‘ Es geht nicht darum, welcher Abstammung du bist, welche Ausbildung du genossen hast oder dergleichen, sondern schlicht darum, ein ‚Mensch‘ zu sein. Das ist es auch, was mich an meiner Arbeit fasziniert – ich möchte hinter die Fassade blicken, möchte den Menschen dahinter kennenlernen.“ Den „einfachen Leuten“ fühlt sie sich dabei oft näher als den vermeintlich „Wichtigen“. „In Gesellschaft von lackierten, präpotenten Karrieristen fühl ich mich unwohl, da bin ich dem Straßenkehrer oder Schafhirten hundertmal näher!“  

Von Watteck

Dabei könnte man etwaige Standesdünkel im Falle Wattecks, wenn schon nicht gutheißen, so doch nachvollziehen, wäre sie in Monarchiezeiten doch noch als waschechte Adelige „von Watteck“ durchgegangen. Um den Titel verdient gemacht hatte sich Urgroßvater Josef, der Feldmarschallleutnant in der k.u.k Armee gewesen war und es bis zum Präsidenten des Obersten Militärgerichtshofes der Monarchie gebracht hatte. Auch mütterlicherseits fließt blaues Blut durch Wattecks Adern,  geht diese Linie doch auf das Geschlecht der Toggenburgs zurück „die ursprünglich aus der Schweiz stammen.“ Der „Glamourfaktor Adel“ als solcher interessiert Watteck in Sachen Familienhistorie dabei nur eingeschränkt, vielmehr geht es ihr um die prinzipielle Frage der Herkunft, ebenso einmal mehr darum, wer diese Menschen, diese Vorfahren eigentlich waren, welche Schicksale sich dahinter verbergen. „Jede Familiengeschichte ist interessant und spannend“, ist sie überzeugt „und je mehr man über seine Vorfahren weiß, desto mehr erfährt man auch über sich selbst!“ So betrachtet lässt sich vielleicht auch Marina Wattecks Originalität zu einem Teil genetisch herleiten, immerhin wimmelt es in der Familienchronik nur so von spannenden Vorfahren. Da ist etwa Jan Rosenauer, der im 18. Jhdt. den Schwarzenbergischen Schwemmkanal quer durch Böhmen baute und dessen Pläne dann viel später die Grundlage für die Errichtung des Suez-Kanals waren; oder die Linie der Familie Haseltine, die in die USA und nach Großbritannien führt. Aus ihr gingen namhafte Künstler wie der amerikanische Landschaftsmaler William Stanley Haseltine oder dessen Sohn Herbert hervor, der es als Bildhauer – insbesondere von Tier­skulpturen – zu Berühmtheit brachte, aber auch als Celebrity – u.a. als Trauzeuge der Hochzeit von Cary Grant mit Woolworth-Erbin Barbara Hutton 1942 – Einzug in die Gazetten seiner Zeit fand. Friedrich Graf von Toggenburg wiederum hinterließ als Politiker Spuren, war er in der Monarchie doch nicht nur – wie bereits sein Vater – Statthalter von Tirol und Vorarlberg, sondern ging auch als der letzte Innenminister der Donaumonarchie in die Geschichte ein. „Außerdem war er 1916 Augenzeuge des Mordes an Ministerpräsident Karl Graf von Stürgkh und in Folge für die Arretierung des Täters verantwortlich, indem er Friedrich Adler einen Sessel auf den Kopf schlug.“ Ebenfalls bemerkenswert ist Vorfahre Wenzel Swatek, der als der größte Antiquitätenhändler der Monarchie galt und u.a. mit Arthur Schnitzler befreundet war, der ihn im Drama „Das Weite Land“ verewigte.
An schillernden Persönlichkeiten mangelt es also wahrlich nicht, ebenso wenig aber – „da hat es mich fast umgehauen beim Blick in die Heiratsmatrikeln“ – an einem St. Pölten Bezug! So fand Watteck im Zuge ihrer genealogischen Forschungen heraus, dass Urgroßvater Josef 1886 in Pottenbrunn geheiratet hatte!
Die Nachfahrin selbst wuchs zunächst im Lungau auf und verbrachte viel Zeit in Bozen im Palais Toggenburg, „standesgemäß“ wie man so schön sagt. „Als Kind habe ich überhaupt nicht verstanden, warum andere Kinder kein Kindermädchen haben“, schmunzelt sie, ebenso wenig, dass die Kinder im Salzburger Lungau sie aufgrund ihrer Sprache für eine Deutsche hielten. Eine emotionale Barriere stellte das aber nicht dar. „Ich bin gemeinsam mit den Bauernkindern durch die Wälder gezogen, meine beste Freundin stammt aus dieser Zeit.“ Die Kinder hatten große Freiheit, wie sie sich erinnert, zugleich legten die Eltern aber Wert auf Disziplin, Benehmen und Respekt. „Zum 12 Uhr Mittagsläuten mussten wir mit gewaschenen Händen pünktlich bei Tisch sitzen.“ Dann wurde Konversation getrieben „das gepflegte Tischgespräch war meinem Vater wichtig.“ Dabei ging es aber weniger um hochtrabende Themen, „sondern er warf oft Fragen in den Raum in der Art: ‚Warum glaubt ihr darf man einen Hendl-Haxn mit der Hand essen?‘ oder ‚Habt ihr schon mal von Wilhelm Busch gehört?‘ Mein Vater war überzeugt, dass man mit jedem ins Gespräch kommen muss, und sei es noch so oberflächlich. Sprachlosigkeit hingegen empfand er als das Allerschlimmste – das war eine richtige Schule der Kommunikation, die wir da nichts ahnend mit auf den Weg bekamen.“
Und wohl auch die Wiege für Marina Wattecks eigenen Umgang mit Sprache, die sie nicht oberflächlich als unreflektiertes Werkzeug betrachtet, sondern als bewussten Ausdruck der Persönlichkeit. „Bei Sprache kenne ich keinen Spaß“, gesteht sie. Anglizismen etwa sind ihr ein absolutes Gräuel, „die verstehen die meisten Leute gar nicht, und wenn ich eine Einladung bekomme, wo von der ‚Performance mit anschließendem Fingerfood‘ die Rede ist, stellen sich mir schon die Haare auf. Warum formuliert man das bitte nicht auf Deutsch?“ Auch im Beruf ist sie auf einen respektvollen Umgang mit Sprache bedacht und im ORF-Landesstudio als „regelrechte Sprachpolizei verschrien.“ Insbesondere die Wahrung des österreichischen Idioms ist ihr eine Herzensangelegenheit „weil da geht’s auch um Identität, darum, wer wir sind.“ So ist es schon vorgekommen, dass sie junge österreichische Schriftstellerinnen aufgrund ihres nasalen Hochdeutsch provokant gefragt hat, „wie lange sie denn schon in Deutschland leben?“, und wenn eine junge Kollegin von einer „Tüte Maroni redet, bekomm ich blutende Ohren und muss sie einfach darauf hinweisen, dass das bei uns immer noch Stanitzl heißt. Im Geschäft ist es auch nicht die Einkaufstüte, sondern das Sackerl! Wir haben so zauberhafte Ausdrücke im Österreichischen – denken wir etwa an das ‚Äutzerl‘. Wie viel das ist, kann keiner erklären, aber jeder weiß es, ganz intuitiv. Solche Ausdrücke muss man pflegen! Denn wenn sie einmal verloren sind, sind sie verloren – für immer!“

Lesen und gelesen werden
Auch die Liebe zur Literatur, zum Erzählen wurde Marina Watteck schon in ihrer Kindheit mit auf den Weg gegeben. „Mein Vater war ein großartiger Geschichtenerzähler. Er musste mir als Kind auch immer vorlesen, bis er eines Tages meinte, das das jetzt zu viel wird und ich selbst lesen lernen müsse.“ So kam es, dass Watteck schon vor Schuleintritt die ersten Bücher verschlang, eine Leidenschaft, der sie sich bis heute unübersehbar hingibt. Rund 3.000 Bücher bevölkern ihre Wohnung bis in die tiefsten Winkel und die höchsten Höhen, die Bandbreite reicht dabei schwerpunktmäßig von deutscher Gegenwartsliteratur und deutscher Literatur der Zwischenkriegszeit über Lyrik bis hin zu englischsprachiger Literatur. „Ich liebe etwa die amerikanischen Erzähler!“, bekennt sie. Die Bücher – im Übrigen auch die französischen und italienischen – liest sie allesamt im Original. Sogar eine eigene Abteilung nur mit englischsprachigen Krimis füllt ein ganzes Regal hinter mir – „dass mir keiner Agatha Christie verschmähe!“, mahnt Marina Watteck schmunzelnd ein.
Die Buchkinder, die beileibe kein bildungsbürgerliches Pseudo-Be­hübschungs-Accessoire darstellen, sondern die Watteck allesamt gelesen hat, stellen dabei freilich auch eine räumliche Herausforderung mit unterschwelligem Konfliktpotential dar. „Ich sollte ja eigentlich gar keine mehr kaufen“, räumt sie ein, wohlwissend, dass dies aber unmöglich einzuhalten ist, „weil es einfach zu viel gute Literatur gibt!“ Da helfen auch selbstauferlegte Kasteiungen wie etwa ein online-Bestellverbot während der Fastenzeit wenig. Effektiver, aber freilich schmerzhafter, gehen da schon Ausmusterungen vonstatten. „Ich habe sicher schon gut 2.000 Bücher hergegeben, und manch schöne Gesamtausgabe ist aus Platzgründen zerlesenen Taschenbüchern gewichen“, seufzt Marina Watteck, aber immer wieder schneien dann doch neue, kunstvoll verzierte Gesamtausgaben herein „die ich haben muss.“
Marina Watteck ist freilich nicht nur leidenschaftliche Leserin, sondern hat sich auch als Autorin bereits einen Namen! So hat sie die 2015 erschienenen Memoiren von Bibiana Zeller „Bitte lasst mich mitspielen“ geschrieben. „Dafür habe ich gefühlte acht Tonnen Tagebücher von Bibiana durchgeackert, wo viel über Rollenwünsche, Verletzungen, Geldangelegenheiten und ähnlich Alltägliches stand, dazwischen aber auch immer wieder wahre Perlen auftauchten, die ich Wort für Wort übernehmen musste.“ Insgesamt dauerte die Arbeit am Buch eineinhalb Jahre lang, „wobei ich mich beim Schreiben als Person komplett zurückgenommen habe, wirklich versucht habe, alles aus den Augen Bibianas zu sehen.“ Das Ergebnis überzeugte nicht nur die Schauspieler-Legende „die sich darin wiedergefunden hat“, sondern etwa auch deren Freunde, die anerkennend attestierten, „dass das tatsächlich die Stimme Bibis ist, die aus diesem Buch spricht!“

Ich mein ja nur …
Nach dieser Erfahrung einigermaßen ausgelaugt, hielt sich das Bedürfnis, ein weiteres Buch zu schreiben, vorerst in Grenzen. Es ist letztlich der Beharrlichkeit Robert Invancich vom Kral Verlag zu danken, dass Watteck im vergangenen Herbst dann aber doch mit „Ich mein ja nur … Hintergründige Geschichten einer alleinerziehenden Katzenmutter und hingebungsvollen Tante“ schriftstellerisch nachlegte. „Früher hatten wir im Radio die Rubrik ‚Aus dem Leben‘, für die ich immer wieder Kurzbetrachtungen aus dem Alltag beisteuerte – das waren so Ein-Minuten-Beiträge über Sachen, die mir selbst passiert sind. Die haben Robert Ivancich so gut gefallen, dass er immer gedrängt hat, daraus müssen wir ein Buch machen!“
Biss der Verleger lange auf Granit, ließ sich Marina Watteck schließlich doch erweichen. Das Buch ist eine Sammlung voll witziger, lebensnaher Anekdoten – allein die Selbstbeschreibung Wattecks am Cover lässt schon den Grundzugang erahnen: „‘Ich lebe mein eigenes Klischee‘, sagt die Autorin und ORF NÖ-Redakteurin Marina Watteck. Sie ist Single, jenseits 50, gewichts­elastisch, Halterin von zwei bis drei Katzen, leidenschaftliche Tante, liebt Rosen und Bücher. Hausfraulich teilbegabt, handwerklich eine Niete, dafür ist sie mit viel Fantasie und Witz ausgerüstet und damit kämpft sie sich durch den Alltag, in dem durchaus einiges los ist.“ Letztlich wollte Marina Watteck, auch wenn ihr der englische Ausdruck nicht gefallen wird, ein Feelgood-Buch schreiben – und das ist ihr gelungen. „Das größte Kompliment hat mir eine Leserin gemacht, die zuletzt schwere Schicksalsschläge durchmachen musste: ‚Als ich im Krankenhaus war, hat mich dein Buch aufgeheitert und ich konnte wieder lachen!‘“ Darum geht es Watteck, wie sie bekennt – um Unterhaltung, um das Rausholen aus dem Alltag, gerade indem sie diesen in kurzen, witzigen Sequenzen zum Thema macht. „Man muss im Leben über sich selbst lachen können, und ich glaube, in meinen Geschichten können sich einfach viele Leute wieder erkennen. Damit gewinne ich wohl keinen Nobelpreis, aber wenn jemand das Buch nicht gelangweilt zur Seite legt, sondern sich amüsiert, bin ich schon sehr zufrieden!“
Und dazu hat Marina Watteck auch allen Grund, denn dass sie ihre Leser ebenso wie u.a. auch ihre unzähligen Hörer auf ORF NÖ erreicht, dass sie ihnen Momente der Zerstreuung ebenso beschert wie interessante Einblicke in die Welt der Stars, ist unbestritten. Ja mehr noch, kraft ihrer Persönlichkeit schafft sie es immer wieder so etwas wie magische Momente heraufzubeschwören, die einen einfach mit einem guten Gefühl zurücklassen. Und so verlasse auch ich das Reich der guten Fee mit einem Lächeln auf den Lippen, dem selbst das grausige Depri-Wetter, das mich draußen vor der Tür wie ein alter Bekannter empfängt, nichts anhaben kann und das noch ein schöne Zeit lang anhält.


Beruflicher Werdegang
Marina Watteck ist staatlich geprüfte Kindergärtnerin, „den Job habe ich aber nie ausgeübt.“ Stattdessen beginnt sie schon parallel zu den Abschlussprüfungen in einer Salzburger Buchhandlung zu arbeiten „wo ein gutes Drittel meines Gehaltes immer gleich bei der Firma verblieben ist, weil ich ständig Bücher gekauft habe.“ Während der Salzburger Jahre werkt sie zudem bisweilen auch als DJ im Salzburger Schwulenclub ‚Sonderbar‘ „wo ich v. a. Oldies, Swing & 80er-Sachen aufgelegt hab – das ging von Lou Reed bis Bing Crosby.“ In Folge ist sie in verschiedensten Berufen tätig, arbeitet etwa für eine Werbeagentur, ist Mitgestalterin einer Dalí Dauerausstellung in Wien oder werkt für Preiser Records. Journalistisch „heuert“ sie zunächst im Printbereich an, wo sie u.a. für Magazine wie „Stern“, „Basta“, „Wienerin“, „Diva“ schreibt. Monika Lindner, in ihrer Funktion als ORF Landesintendantin, holt sie schließlich zum ORF Niederösterreich, wo Marina Watteck zunächst im Marketing beginnt, schließlich aber beim Radio landet und als Redakteurin sowie Moderatorin selbst zur „Marke“ wird. Bis heute macht Watteck Beiträge zu verschiedensten Themen, springt bisweilen bei „Nahaufnahme“ ein und ist v.a. als Seele der Sendung „Promi-Time“ bekannt, die täglich von 11-12 Uhr ausgestrahlt wird und unter ihrer Ägide zu einem Flaggschiff des Landesstudios avancierte. „Nebenbei“ schreibt sie Bücher und liebt es, etwa als Moderatorin von Podiumsdiskussionen oder im Rahmen von Lesungen auf der Bühne zu stehen „weil im Grunde genommen bin ich eine Rampensau!“


"Je mehr man über seine Vorfahren weiß, desto mehr erfährt man auch über sich selbst!" Marina Watteck

"Katzen sind gute Erzieher – sie zwingen dich regelrecht zur Ruhe." Marina Watteck