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geht zu Trump weinen

Text Michael Müllner Ausgabe 02/2018

Seit Tagen feile ich an zwei Gedanken, kann mich aber nicht für einen entscheiden. Also serviere ich beide, nur eben ohne Zuckerwatte rundherum, dafür ist kein Platz.
Wenn ich recherchiere, tauche ich tief in die Welt der Protagonisten ein, verliere mich in Details und freue mich, wenn jemand mein ehrliches Interesse an seinem Kram würdigt und mir mit Antworten weiterhilft. Ärgerlich sind die Schisser, die nur das Nötigste sagen, wenn überhaupt. Euch kann man nicht helfen. Schon klar, wir Medien sind schuld.
Wir recherchieren schlampig, reißen Halbsätze aus dem Zusammenhang, gießen Öl ins Feuer und verdrehen Tatsachen. Ja, eh. Die gibt’s, die ärgern mich auch. Jetzt geht zu Trump weinen. Wenn ihr fertig seid, kommt zurück und macht euren Job. Kommuniziert offen und selbstbewusst. Fordert ein, dass „die Medien“ seriös berichten und gebt ihnen dazu auch eine Chance, anstatt euch hinter PR-Sprüchen und nichtbeantwortenden Beantwortungen zu verstecken. Es wird euer Schaden nicht sein.
Diese Menschen, die gutes Geld ausgeben und wertvolle Lebenszeit absitzen, sich dann aber nicht zu blöd sind ein Konzert am Höhepunkt der Show zu verlassen! Diese Unbeschreiblichen, die während der Schlussnummer aufstehen und den Saal verlassen, sich dabei in das Blickfeld der anständigen Besucher wuchten, während diese das „Grande Finale“ genießen wollen! Ihr glaubt, ihr seid clever, weil ihr die ersten an der Garderobe oder die Schnellsten beim Verlassen des Parkplatzes seid? Ihr seid eine peinliche Respektlosigkeit. Jetzt geht zu Trump weinen.